• Janine Haas

Anfänge (2): «Enduring Love» von Ian McEwan

The beginning is simple to mark. We were in sunlight under a turkey oak, partly protected from a strong, gusty wind. I was kneeling on the grass with a corkscrew in my hand, and Clarissa was passing me the bottle – a 1987 Daumas Gassac. This was the moment, this was the pinprick on the time map: I was stretching out my hand, and as the cool neck and the black foil touched my palm, we heard a man’s shout.

Ian McEwan: Enduring Love. Random House UK, 1998.


Und so geht’s weiter:

An einem Sommertag im Park geschieht ein schrecklicher Unfall, der tödliche Folgen hat. Jed, einer der Helfer, verliebt sich in Joe, das «Ich» des Romans. Joe liebt aber Clarissa und versucht sich vom Stalker zu befreien. Beinahe siegt der Psychopath.

In der deutschen Übersetzung von Hans-Christian Oeser klingt das so (Liebeswahn. Diogenes, 2000):

Es lässt sich leicht sagen, wann alles begann. Wir saßen im Sonnenschein unter einer Zerr-Eiche, die uns notdürftig gegen den starken, böigen Wind abschirmte. Ich kniete im Gras, einen Korkenzieher in der Hand, und Clarissa reichte mir die Flasche – einen 1987er Daumas Gassac. Dies war der Augenblick, der Nullpunkt auf der Zeitachse: Ich streckte die Hand aus, und als der kühle, mit schwarzem Stanniol eingefaßte Flaschenhals meinen Handteller berührte, hörten wir einen Mann aufschreien.

PS: Ich sammle Anfänge, die Lust machen auf mehr.

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